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Weissagnngen. > yry
pure und einfache Weissagungen sind; andere stehen darin,nen, welche Vorbilder, das ist, Figuren und Vorstellungender Dinge sind, die geschehen sollten. Es hat im alten Ge,setze eine Menge von prophetischen Gebräuchen, Begeben,heiren, und Personen gegeben, welche Figuren und Vorstel,lungen von dem, was der Messias seyn sollte, oder was demMessias begegnen sollte, gewesen sind. Der heilige ApostelPaul, der gewiß in der Kennrniß des Gesetzes sehr bewan«dert war, saget uns ausdrücklich, daß jene Dinge, die beyden Hebräern geschahen, allezeit Bilder und Figuren waren:* ÜXL omruu in üZura cominZebsnt üli8.
Bey der ersten Lesung der heiligen Schrift, hat man erst-lich diese Gebräuche, Begebenheiten, Personen, wovon wirreden, im Sinne vor sich. Aber, wenn man ihnen aufmerk,sam nachdenket, findet man dabey noch eine tiefere Bedeu,tung, und nach der Vorstellung oder der Figur, steht manauch das Ding darunter, welches abgebildrt und vorgestelletwird, das ist, den Messias sechsten. Also, da der Herrdurch den Mund des Oseas saget: Israel ist mein
Rind; ich habe es zärtlich geliebet, und meinen Sohnaus Aegypten zurückberufen; denket man erstlich an denAuszug der Hebräer aus Aegypten: und wenn man demTexte aufmerksam nachsinnt, wird man ein Vorbild und«ine prophetische Begebenheit gewahr. Israel zieht in Ae-gypten , um dem Hunger zu entgehen; und Jefils zieht auchdahin, um der Grausamkeit des Herodes zu entgehen. Die-ses Reich dienet dem Volke Gottes, und dem Sohne Gotteszur Freystätte; und wegen dieser beyden verschiedenen Bege-ben»
" i. Kor. X.
Ost. XI.