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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
630
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6zo Vormtheile.

Der Christ.

Ja, mein Herrdas will ich behaupten. Noch mehr! ^ich behaupte sogar, daß Sie mir sechsten bald Ihren Bey»fall geben werden. Antworten Sie mir erstlich, zur Gnade, Eauf erliche Fragen. Glauben Sie, daß die Philosophen,wie andere Menschen, den Leidenschaften unterworfen ftyu. ^

Dar Philosoph.

Es ist nicht viel vonnöthen, sich darüber aufzuhalten:denn, was die Leidenschaften betrifft, weiß man wohl, daßdie Philosophen auch ihren Theil haben, wie alle Menschen.

Der Christ.

Sie glauben also, daß sie, wie andere Menschen, zurWohllust geneigt, dem Stolze ergeben, und allen jenenKrank,Heiken der Seele unterworfen feyn, die wir durch das Wort:Leidenschaften, bezeichnen. Aber können nicht diese Leidemschäften zu einer Menge falscher Msynungen, und folglich zueiner Menge Vorurcheile verleiten?

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Der Philosoph. h

Ich glaube, man dörse dieses für eben so viele unurm HGstößliche Grundsätze ansehen: denn insgemein geben die Lei» jchdenschaften der Vernunft wenig Gehör, und heißen oft g»rade das Widerspiel thun, von dem, was die Vernunft cim ^spricht-

Der Christ. Atz

Und sind die Vorurtheils, die ans den Leidenschaften entt ^ H>>«stehen, nicht weit gefährlicher, und weit nachtheiliger, als, ^

jene, die von der Geburt, der Kindheit, und der Erziehung s« hHerkommen? ^

D«r

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