4<>8 Schöpfung,
ckelcenäunt campi. Unermcssene Behälter höhlen sich ausum die Meere einzuschließen. Als die Wässer versammeltwaren, und die Erde hervorragte, trug diese Erde noch nichtsals einen trockenen Sand, oder unfruchtbaren Leimen, wel,cher neue Befehle des Schöpfers erwartete. Er gab sie, dieBefehle: Es bringe die Erde Krämer, Pflanzen, nnd Bäu,me hervor, sprach er, wodurch sie geschmückct, gezierer,verschönert werden soll; und dis Kräuter, Pflanzen, undBäume sollen, jede nach ihrer Galrung, den Samen enthal»ten, damit sie, durch die ganze Dauer der Zeiten, aus sichselbst«, sprossen mögen. Des Schöpfers Befehle wurdenvollzogen. Augenblicks erschien die Erde, mit Grase lieblichgeschmücket, mit Blumen bunt gezieret, mit Bäumen bede.cket, mit einer Fruchtbarkeit begabet, die sie nur von jenemgöttlichen Worte empfangen har, und die so lange währenwird, als die Welt besteht.
Wie edel ist diese Erzählung! wie groß sind diese Billder! wie würdig für das höchste Wesen! Wie armselig sindjene Romane von Maillet, Buffon, Descartes, Epikuren,welche bey der Schöpfung und Gestaltung der Welt nichts,als Bewegung sehen! wie armselig sind sie, wenn man siedamit vergleicht, was uns der Lehrer der Hebräer vorstellet!
Man frage nur ohne Scheue alle jene Systemenmacher:Kann es eine Zeugung oder Wiedererzeugung ohne Keim, oh»ne Samen geben ? Aber was für einer Art von Bewegungwird es bedörfen, um den Keim einer Kornähre, einerWeintraube, einer schönen Nelke, eines kleinen Veilchenshervorzuöringen ? Saget ihnen die Vernunft, oder lehret siedie Erfahrung etwas davon? Weiß der hochmüthigste Phülosoph, oder der fertigste Rechner in diesem Stücke mehr,
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