Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
323
Einzelbild herunterladen
 

>!

«tz

!»^

s«

»ft,

Iw,

,

nsl«

O

l

As

!<

jii

Religion. zrz

get, daß er sich vom höchsten Gute entfernet; daß er des,selben unwürdig wird; daß er sich selber erniedriget, unddaß alle seine Gesinnungen eben so klein werden, als alle Ge,genstände, denen er anhängt.

Die Liebe Gottes allein kann also den Menschen wahr,Haft und göttlich kugendsam machen; sie kann ihin die grö,ßesten Gesinnungen einfiößen; sie kann ihn über die verführ,lichstm Leidenschaften erheben, ihre Heftigkeit, ihre Unge,rechtigkeir, ihre Gewalt enthalten; sie kann ihn gerecht, mit,leidig, großmülhig, untadelhaft machen, weil jener erha,bene Grundsatz Jesu Christi: * Seyd vollkommen , wieeuer himmlischer Vater Vollkommen ist, die einzige Vor,schüft seines Wandels seyn wird.

Diese Liebe machet den ganzen Geist und die ganz« Seeleder christlichen Religion aus; sie ist der Endzweck alles des-sen , was das Gesetz vorschreibt, und was die Prophetengeweissaget haben, saget der göttliche Gesetzgeber, JesusChristus: ln ti>8 univerls l^ex penciec, öc ?rop!ie-

tse. In dieser Liebe besteht die vollkommene Erfüllung desGesetzes, saget der Lehrer der Völker: klenituäo erZo

leZi8 äileÄio. Sie ist die erste Lehre, welche die christli,che Kirche ihren Kindern giebt, und das erste der göttlichenGeborhe. 2 *«' DüiZes Dominum Deum tuum: - -kocetb primum L mgximum manckatum.

Aus allem, was man dem Menschen vorstellen kann,und aus allen Zügen, womit er sich auszeichnen mag, istkeiner, welcher ihn größer, ehrenwerther / Gottes würdigerschilderte, als die Kennzeichen dieser Liebe. Aus allen Re,ligionen ist keine", welche so gut unterweist, so große Be,

leuchmn,

'Matth, v. "Ebend.rxn. *" RLm. Xlll. **»» Matth.xix.

X L