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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
98
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98 Moses.

Moses, heißt es, war in Aegypten gebohren: es istzu vermuthen, daß er keine andere Sprache redete. Die,ser Vernunftschluß ist eben so richtig, als wenn man sagete:Jener französische Flüchtling ist zu Berlin gebohren: es istzu vermuthen, daß er keine andere Sprache als Teutschrede. Gleichwohl sprechen die Flüchtlinge zu Berlin ebenso gut französisch, als man zu Paris spricht; und viele so,gar können nicht einmal das Teutsche.

Moses konnte und dorfle in keiner andern Sprache schrei-ben , als die sein Volk sprach. Nun aber sein Volk sprachnicht ägyptisch. Man vernehme den Beweis davon: Alsdieses Volk nach Aegypten kam, wurde ihm sogleich derBesitz des Landes Gesten eingcräumek, welches an den äu<ßersten Gränzen Aegyptens gegen Arabien liegt; und dortwohnte es von den Aegyptiern ganz abgesondert. Es muß-te dann seine vorige Sprache behalten, welche das Hebräi-sche war. Allein in dieser Sprache sind die fünf BücherMoses geschrieben worden; und wir haben sie noch, wie siegeschrieben worden sind.

Die Aegyptier, heißt es, bedienten sich noch desUscs-^oc nicht. Aber mit welchem Grunde behauptet erdieses ? Was sind seine Beweise ? Er lese nur die gelehrtenWerke des Marquis Maffei von der Diplomatik, so wirder erfahren, daß man den Gebrauch des im höch«

sten Alrerrhume kannte. Außerdem gebeut der Gesetzgeber,daß das Buch des Gesetzes in die Bundeslade gelegt wer,

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Flüchtling) kekuzie : Also nennt man die reformlkten Franzosen, >welche ans Frankreiche vettrMen worden, oder entwichen sindund ^grvAesten Lheils in die brandenburgischen, oder andere prstestanti-sche Länder sich geflüchtet habe».