Die niederl. u. deutschen Schulen von 1420—1550. 163
Betstühle knieend, den Blick aufwärts gewandt,in Ergebung die Worte des Engels. Durchein Fenster Aussicht auf Gebäude. Ueberihr, in einem abgesonderten Halbrund, der aufsie herabschauende Prophet Micha. S. S.
522. (Rückseite von No. 516.) Das Bildniss derLisbette Vyts, geb. Burlut, Gemahlin desJudocus Vyts. Auf dem Kopfe hat sie übereine feine Haube ein weisses Tuch, ihr Kleidist dunkelviolett mit grünem Futter. Auchsie ist knieend mit gefalteten Händen vorge-stellt. Hintergrund eine Nische. S. S.
523. (Rückseite von No. 517.) Johannes der Evan-gelist, als ein steinernes Standbild dargestellt.Mit der Rechten giebt er den Segen über denKelch in seiner Linken, aus welchem sich einUngetliüm und vier Schlangenköpfe erheben.Hintergrund eine Nische. S. S.
Auf dem alten Rahmen der No. 518. 519.522. 523. befindet sich unten folgende In-schrift :
Pictor Hubertus e Eyck, major quonem o rep ertus,
Incepit; pondusque Johannes arte,secundus
Frater, perfecit, Judoci Vyd precefretus.*)
*) Der Maler Hubert van Eyck, grösser denn welcher niemandgefunden worden.
Fing an,* und Johannes sein zweiter Bruder, vollendete dasWerk durch seine Knust, dazu vermocht durch die Bittedes Judocus Vyd.