Die italienischen Schulen des 15. Jahrhunderts.
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Formen des menschlichen Gesichts, Masaccioaber mit einer massenhafteren Auffassung undstärkeren Schattengebung bekannt. Von derMitte bis gegen Ende desselben Jahrhundertswurden zu Florenz in der Kenntniss des Nack-ten, in der Licht- und Linien-Perspective, sowie in der Technik der Malerei namhafte Fort-schritte gemacht, über diese einzelnen, aufNaturwahrheit ausgehenden, Studien aber dieBedeutung der religiösen Aufgaben öfter we-niger beachtet. Siena bleibt in dieser Epochezurück.
57. Fra Giovanni da Fiesole, gen. il BeatoAngelico, geb- 1387, f 1455, und sein Schü-ler Cosimo Roselli, geb. 1409, lebte noch 1506.Das jüngste Gericht. Oben drei Spitzbogen.In dem mittleren der auf Wolken als Welt-richter thronende Christus, welcher das Ur-theil spricht, von sieben Engeln umgeben. Indem Bogen rechts, ebenfalls thronend, Mariaund neun Apostel und Heilige, in dem linksJohannes der Täufer und eben soviel Apostel,und Heilige. Zu den Füssen Christi fünf En-gel, von denen drei die Werkzeuge des Lei-dens tragen, zwei mit Posaunen zur Auferste-hung blasen. Unten werden rechts die zurSeeligkeit Erstandenen von Engeln empfan-gen, links die Verdammten von Engeln in denAbgrund gestossen, wo sich die Teufel ihrerbemeistern. In den Zwickeln der Bogen dieBrustbilder von vier Propheten. Bezeichnetmit der Jahreszahl 1456. Der Hintergrhnd