Einleitung.
XXIX
Xeunte Epoche.
Vom Jahre 1670 bis 1780.
Nachdem die Malerei schon in den letztenJahrzehnten der vorigen Epoche merklich zu-rüekgegangen war, stellte sich in der jetzigender Verfall, welcher die gänzliche Ausartungderselben zur Folge haben sollte, unaufhaltsamein. Sehr viele Maler gingen von nun an nurdarauf aus, blendende und gefällige Wirkungenfür den äusseren Sinn hervorzubringen, ohneim Geringsten auf die Befriedigung des innerenSinnes Rücksicht zu nehmen, und verbandenmit der Verachtung aller Regeln eine höchstflüchtige und oberflächliche Behandlung. Einegrosse Anzahl von andern Malern glaubte, imGegensatz mit den vorigen, durch die Regelallein Alles leisten zu können. Sie zogen da-her für alle Theile der Kunst aus der unermess-lichen Summe vorhandener Erfahrungen undmusterhafter Leistungen der alten wie der neuenKunst gewisse Vorschriften ab, nach welchensie ihre Bilder anfertigten. Dadurch geriethenmanche in geistlose Nachahmung gewisser, in