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Marie Antoinette, Joseph II. und Leopold II. : ihr Briefwechsel
Entstehung
Seite
XII
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Königin an den Grafen Fersen, Avelche sich in Abschriftenvon der Hand des Letzteren in Mercys Correspondenzbefinden, glaubte ich endlich der Oeffentlichkeit ebenso-wenig vorenthalten zu sollen, als das kleine Billet, mitwelchem das französische Königspaar einen Mann seinesVertrauens, Herrn von Goguelat, bei Leopolds Sohneund Nachfolger Franz II. beglaubigte.

Mit der vorliegenden Sammlung sind nun die hand-schriftlichen Schätze des kaiserlichen Staatsarchivs, inso-fern sie die von Marie Antoinette herrührenden oder ansie gerichteten Briefe umfassen, mit Ausnahme einerAnzahl kurzer und völlig bedeutungsloser Billets derKönigin an Mercy meines Wissens gänzlich erschöpft.Trotz der von dem Herausgeber in keiner Weise ver-schuldeten Unvollständigkeit des von ihm Dargebotenenwird man es doch, wie ich zuversichtlich hoffe, nochimmer als dankenswerth ansehen. Jedenfalls werden auchdiese Briefe nicht wenig dazu beitragen, dass auf dieunglückliche Königin nicht mehr in gleichem Masse wiefrüher die Worte unseres grossen deutschen DichtersAnwendung finden:

Von der Parteien Gunst und Hass verwirrt, -

Schwankt ihr Charakterbild in der Geschichte.