IX
liehen Majestäten von Frankreich, 1716—1792,“ein dritter endlich, und zwar acht und zwanzig authen-tische Abschriften von Briefen, die in den Jahren 1784und 1785 zwischen Joseph II. und dem französischenKönigspaare gewechselt wurden, in den Acten, welcheauf den Frieden von Fontainebleau sich beziehen. DasSchreiben aber, welches Kaiser Joseph II. der Königinam 29. Mai 1777, in dem Augenblicke seiner Abreisevon Versailles übergab, und das die Rathschläge enthält,welche er ihr für ihr künftiges Benehmen ertheilte, be-findet sich in zwei Exemplaren im Staatsarchive. Daseine, offenbar das eigentliche Concept, rührt ganz vonJosephs eigener Hand her, das zweite aber besteht ineiner mit dem Concepte vollkommen übereinstimmendenAbschrift, auf welche Maria Theresia eigenhändig dieWorte setzte: „pour lareine, de l’Empereur.“ Beideliegen in dem vierten Cahier der Actenpartie, welchedie Bezeichnung „Familienschriften“ führt.
Die in die vorliegende Sammlung aufgenommeneCorrespondenz zwischen Marie Antoinette und Joseph be-steht aus sieben und zwanzig Briefen der Königin, wovonvierzehn in eigenhändig geschriebenen Originalen unddreizehn in authentischen Abschriften vorhanden sind.Letzteres ist natürlicher Weise bei den sieben Briefendes Kaisers an seine Schwester ausschliesslich der Fall.Zur Erleichterung des Verständnisses dieser Schreibenschien es ganz unerlässlich, auch den gleichzeitigen, nochnirgends veröffentlichten Briefwechsel zwischen Joseph undLudwig XVI. zum Abdrucke zu bringen. Er besteht aus