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1 (1777) A - L
Entstehung
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679
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Hohes Lied. 6^9

und die Brüste ihres Liebhabers angepriesen. Ick willauch nicht längnen, daß ein verliebter Bönig seine Buh,» lerinn habe sagen lassen: Mein Geliebter ist, rvie einSträuschen aus Myrrhen; er wird zwischen meinen Brü-sten ruhen.

Der Unzüchtige ist vergnüget. Er hat dreymal in einemkleinen Absätze das Wort: Brüste, wiederholet. Aber erleget zugleich eben so viele Unwissenheit, als Unanständigkeitund Unsittlichkeit an den Tag.

i. Wenn er einige Kenmniß von der hebräischen Spra-che hätte, so wüßte er, daß dieses Wort eine zärtliche Liebebedeutet. Also haben es die hebräischen Rabbiner und diechristlichen Ausleger allezeit erkläret. Also erklären es dieAraber und Perser noch heut zu Tage*, und sagen, umdie zärtliche Sorgfalt eines Fürsten für sein Volk auszudrü-cken: Er ernähre: sie mit den zwoen Brüsten seiner Zärtlich-keir und seiner Gerechtigkeit. Auf gleiche Weise saget derweise Mann, wo er dem Menschen empfiehlt, in der Ge-sellschaft der Gaktinn, die er in seiner Jugend gewähret hat,ein angenehmes Vergnügen zu suchen**: I^eetare cum-liere aäoIeicentiX tuse; nbsra chu8 inebrient te in omnitempore; in nmpre eju§ äelecftare juAiter. Es ist au-genscheinlich, daß hier das Wort: ubera, für nichts an-ders , als für die Zärtlichkeit und Liebe genommen werdenkann.

2. Unrichtig übersetzet er: Oleuletur me, Sie küssemich; anstatt daß er mit Jedermanns übersetzte: Er küssemich. Die sechs ersten Verse können nur in dem Munde

der

* Man fthe Serman, einen pers Dichter.

" Sprüchwört. V.

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