628 Himmel.
„ bleiben. Da man aufder Erde nichts, als Unwissenheit,
„ Jrrthum, falsche Denkensart, grobe Dummheit steht,
„ will ich alle Atomen zählen, woraus diese unendliche Men»„ ge Welten zusammengesehet ist; nichts wird meiner Unter»„ suchung entgehen. Wie viele durchaus nokhwendige und„ unendlich nützliche Dinge will ich entdecken! wie glücklich„ werdet, nicht die Städte und Gesellschaften durch mich ge,„ macht werden „!
Soll man aus dieser Sprache nicht schließen, es redehier einer unsrer neuartigen Philosophen ? Also childerr diephilosophische Bescheidenheit und Weisheit sich selbsten ab.Sie hat allezeit die gleiche Sprache geführet. Unsre großenLehrmeister Heut zu Tage sind also nur die Affen und derWrederhall der Philosophen voriger Zeiten. Wir könnendavon kein auffallenderS Beyspielanbrmgen, als unser Dok,tor in seinem chinesischen Katechismus uns an die Handgiebt. Man vernehme, wie sich der weise Chineser ausdrü«cket: wann rvir sagen, Gott habe den Himmel und dieErde gemacht; so sagen wir aus Andacht eine große Töl-perey. Denn wenn wir durch den Himmel den erstaun-lichen Raum verstehen, in welchem Gott so viele Son-nen angezündet hat, und so viele Wellen sich drehenläßt, so ist es weit lächerlicher zu sagen: Der Himmelund die Erde, als wenn man sagete: Die Berge und einSandkorn. Unsre Sphäre ist unendlich weniger, alsein Sandkorn, im Vergleiche mit jenen unzählbarenMillionen Welten, unter welchen wir ganz verschwin-den. Wenn der Philosoph, welchen Hermias reden läßt,ein närrischer Kopfist, was für ein Beywvrt soll den neuenDoktor auszeichnen?
s. Es