Glauben. 587
Der zweytt ist nicht besser. Die Bewegursachen, wehche die Christen zum Glauben haben, sind so überzeugend undkernhaft, daß wir mit gutem Mukhe der ganzen Philosophiescheu Rotte Troßbierhen, darauf zu antworten.
Da der dritte nichts weiter, als der zweyte saget, fswäre die Zeit verloren, wenn wir uns dcchey aufhielten.
XIV.
* Der Glauben bestehet darinnen, Saß man glaube,was die Vernunft nicht glaubet.
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Der Verfasser des Handlexikons meynet, er Habe einenscherzhaften Einfall hervorgebrachr, und er weiß sich damitgroß. Aber es ist nicht hart, ihm zu beweisen, daß seinscherzhafter Einfall nur eine Dummheit fty. Er mag aufLiesen Doppelschluß antworten.
Entweder ist die Vernunft fähig, ans sich sechsten alleWahrheiten zu erkennen; oder sie ist es nicht fähig. Wennsie fähig ist, aus sich sechsten alle Wahrheiten zu erkennen,so ist ihre Einsicht so weit auögebreitet, so unendlich, alsdie Einsicht Gottes sechsten. Ist sie es nicht fähig, so giebtes dann Wahrheiten, welche sie nicht anders, als durch dieOssnbarung erkennen könnte, und welche sie eben so wohlzu glauben verbunden wäre, als jene, die sie aus sich selbsterkrnnrn kann. Es ist dann eine Dummheit zu sagen:Der Glauben besteht darinnen, daß man glaube, wasSie Vernunft nicht glaubet.
Man sehe die übrigen Einwürfe wider den Glauben beydem Artikel: Offenbarung.
- phüos. Ha-rdlex.
XVIll.