!
ß,, !
h«»
«is
h«
iW
ijv
N
Ei»
kl-!^
i-ß
«
G«
si»
Zn,
l>M
Glauben. szz
unzählbare Menge von Trugschlüssen entdecken, wodurch diePhilosophen den Glauben bestreiten.
Erster Artikel.
Was soll man unter dem Worte: Glauben/verstehen?
(7>er Glauben, wenn wir dieses Wort nach seiner ganzen^ Bedeutung nehmen, ist der Beyfall, den man denWahrheiten und den Sachen ertheilet, welche man nurdurch fremdes Zeugniß, und auf das Wort anderer Leutekennt. Man erzählet eine Sache, eine Geschichte, eineBegebenheit, und saget: man habe sie von diesem oder jenemMenschen erfahren, und dieser oder jener Mensch verdieneeinen Glauben; das ist, er verdiene, daß man ihm glaube,und man könne sich ohne Scheue auf sein Wort vertrauen.Dieß ist, was man Glauben heißt.
Dieser Glauben nimmt an Feste und Gewißheit nachdem Maaße zu, nach welchem man von der Einsicht und Red-lichkeit derer, dis eine Sache bezeugen, mehr versichert ist.Je größer die Zahl der Zeugen, welche diese Eigenschaften derRedlichkeit und Einsicht besihen, scyn wird, desto mehrwird der Glauben an Feste und Gewißheit zunehmen. Undwenn die Sache noch durch öffentliche Denkmäler, und durchsehr große Gesellschaften bestätiget wird, die seit der Bege,benheit der bestätigten Sache bestehen; so wäre es alsdanneben so wenig erlaubet, an derselben Sache zu zweifeln, alses erlaubet ist zu zweifeln, ob die Erde von der Sonne be,leuchtet werde. Ist der Glauben auf solche Zeugschaftten gegründet , so wirket er in der Seele eine vollkommeneUeberzeugung : und man würbe jene, die einen solchen Ve-Mm s weis