Druckschrift 
1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
450
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4so Evangelium.

I.

* Wae für ein Schwarm von Widersprüchen und Be«trügen ist nicht in den vier Evangelien zurückgeblieben!wäre nur ein einziger darinnen, so genügte er schon,um zu beweisen, daß sie ein Werk der Finsternisse sind,wäre nichts, als das Mährchen, welches man im Lu-kas findet, daß Jesus unter der Statthalterschaft desLyremus gebshren worden sey, als August das ganzeReich beschreiben ließ; wäre diese einzige Falschheit nichterklecklich, daß man das Buch mit Verachtung wegschmei-ßen sollte? i. Es hat niemals eine solche Beschreibunggegeben, und kein Schriftsteller redet davon. 2. <tyre«nius ist erst zehn Jahre nach der Zeit, wo man die Ge-burt desselben Iesus rechnet, Statthalter in Syrien ge»wesen. Wie viele Worte, so viele Irrthümer in denEvangelien: und also kömmt man mit dem Pöbel zuRechte.

Du Marsais, da er die gleiche Beschuldigung hervor,bringe, wie Bolingbroke, sehet «och hinzu: Tacitus undSueton, die allergenauesten unter den Geschichteschreübern, sagen kein einzig Wort von der Beschreibung.

Es ist nicht möglich, eine hochmüthigere und spörlerifcheSprache zu führen, als diese Herren, Bolingbroke unddu Marsais, thun; und nichts ist leichter, als sie zu de,müthigen.

Lacitus und Sueton, spricht du Marsais, sagen keineinzig Wort von der Beschreibung. Aber da du Mar,sais also redet, läßt er merken, daß er diese Schriftstellernicht einmal kennet. Wie hätte Lacitus von einer Beschrei-bung

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