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1 (1777) A - L
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444
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444 Evangelium.

gen, daß alle Welt sogleich nach dein Tode Jesu Christi mit

falschen Geschichten überschwemmet worden sey ?

Alsdann stellet er uns den heiligen Lukas vor, als wenn«r mit allem, was von der Geschichte Jesu Christi vor ihmans Licht gekommen war, und sogar mit den Evangelien desheiligen Matthäus und des heiligen Markus unzufriedenwäre: und dennoch steht im heiligen Lukas kein Wort,welches auf die Meynung und den Argwahn abzielere, denihm Freret beymißk. Man urrherle davon aus den Wortendes heiligen Lukas sechsten. Weil sich viele bestrebet ha-ben , saget dieser Evangelist, die Geschichte der Dinge,die sich unter uns eräuget haben, zu verzeichnen; wiewir sie von jenen erfahren haben, welche diese Dingeselbst mit Augen gesehen, und bekannt gemacht hatten:so hat es auch mir rathsam geschienen, die Geschichtevon eben denselben Begebenheiten zu verfassen,und an dichzu schicken, mein Theophilus! Denn ich habe mich mitSorgfalt unterrichten lassen, und bin bis zum erstenAnfänge zurückgegangen, damit du die Wahrheit derLehre, die man dir beygebracht hat, vollkommen erken««en mögest.

Man lese diese Stelle mit Aufmerksamkeit, so wird manerstlich sehen, daß kein Wort dahin deutet, als wären jene,welche die Beschreibung der evangelischen Geschichte vor demHeiligen Lukas unternommen haben, schlecht unterrichteteSchriftsteller gewesen. ZweytenS wird man wahrnehmen,daß der heilige Lukas , anstatt eine Unzufriedenheit über tue-st Geschichten zu zeigen, vielmehr sie gutzuheißen scheint,weil er saget, es habe ihm rathsam geschienen, auch einWerk von dieser Art zu unternehmen: Visum alt A miki.

Aber