400 Erbsünde.
2. Daß man in den alten Erdichten Denkmäler antreffe, wel-che bezeugen, daß in der Thar in der menschlichen Natur einegroße Acndcrung vorbeygegangen ist. z. Daß die Offenba-rung , da sie uns von diese!« Verderbnisse, von dieser Aende,rung, und von ihren Ursachen ausführlicher belehret, unseben dadurch die Richtigkeit des Lehrsatzes von der Erbsündeunstreitig beweise.
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Erster Artikel.
Der gegenwärtige Zustand des Menschen, nach seinerArt zu denken und zu handeln betrachtet, läßt verum-then, daß er ans der Dand des Schöpfers nicht also ge-kommen sey, wie wir sehen, daß er heut zu Tage be-schaffen ist, und daß die menschliche Natur geän-dert und verderbet worden sey.
„ ^.hr erkennet einerseits ein erstes Wesen, einen unendlich^ „ mächtigen, und beleuchteten Schöpfer,welcher nach„ seiner Wesenheit gütig, fteygebig, und wohlthätig ist:„ anderseits sehet ihr Menschen , welche die Werke sei-„ ner Hände, aber voll Laster und Jrrthümer sind, welche„ in allerley Ausschweifungen verfallen, und größesten TheilS„ im Elende und unter Nebeln unglückselige Tage verleben.„ Daß die menschliche Natur so fehlerhaft, wie wir sie st-„ hen, aus der Hand Gottes gekommen sey, widerspricht„ seiner Weisheit. Daß sie so vielen Armseligkeiten unter-„ worftn sey, wenn sie ohne Verbrechen ist, widerspricht„ seiner Güte. Man muß also glauben, daß die mensthli,„ che Natur bey ihrem Anfänge verderbet worden sey, und„ daß sich der Mensch eines Verbrechens schuldig gemacht„ habe. Man muß dann erkennen, daß er« ursprünglicher
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