Duldung. Z97
' kich ist: die katholische Kirche opferte lieber ganz Morgen,!,r ^ auf, als daß sie die Nothrvendiqkeit dieses Ausdruckess! verheelet hätte. Die Griechen wollten, etliche JahrhunderteN Wach, das Ausgehen des heiligen Geistes nicht erkennen:ü, ^ die Kirche nahm keinen Anstand, ein ganzes Reich aufzu««k ^ opfern. Luther und Calvin griffen mehrere Lehrsähe an, dieseit fünfzehn Jahrhunderten angenommen waren : sie wollte«l lieber einen Theil Europens aufopfern, als die geringste« Veränderung zngeden.
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In allen Fällen, wo es auf die Sähe, die Lehre, unddie Verordnungen ihres Glaubens ankömmt, zeiget sie alle,zeit jene großmüthige Standhaftigkeit, welche ihr erster Ober»hirt zeigte, als er vor den großen Rach zu Jerusalem beru»fen wurde. Entscheidet es sechsten, gab der Fürst derApostel auf die Vorstellungen und Drohungen, die man ihmmachte, zur Antwort: * Sollen wir in Religionssacheneuch oder Gotte gehorchen? wir erklären euch , daß unsniemals etwas hindern werde, zu verkündigen, was wirvon dem deüigcn Geiste , von rmserm Meister, von umferm Gorre gelernet haben, und daß wir allezeit mir glei-cher Standyaftlgkeit die Wahrheit bestätigen werden.
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Aus allen diesen Begriffen, die wir da beygebrachk haben,soll man den Schluß machen, daß jene Unduldsamkeit, wel-che der Gegenstand so vieles Lärmens von Seite der Philoso-phen ist, das glänzendste Merkmaal von der Heiligkeit derKirche, der stärkste Beweis ihrer Göttlichkeit, der würdig,sie Beweggrund unsrer Ehrerbiechung, unsrer Verehrung,unsrer Liede gegen die Kirche sey; und daß sie hauptsächlichdadurch für die wahre Braut Jesu Christi zum besten er-kannt
* rhostelgesch. IV.
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