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was Rousseau behauptet. Denn vielmehr wäre es den Vsr,dämmten, das ist, den Freydenkern, den Sündern, den Irr,gläubigen unmöglich, mit tugendsamen, vernünftigen, undrechtgläubigen Leuten friedfertig zu leben , als es diesen un-möglich seyn würde, mit jenen den Frieden zu halten. Beyder Freydenkerey sind die Leidenschaften weit Heftiger, weitfreyer, und weit fürchterlicher, als bey der Tugend.
Sie lieben, wäre so viel, als Gott hassen, der siestrafet. Das ganze Geheimnis der Erlösung beweist, daßJesus Christus diejenigen liebte, welche im Jrrthume lebten.Er sagte, daß er, um der Sünder willen, und um dieser,irreten Schäfchen zu versammeln gekommen sey. Run aber,Jesus Christus hat gewiß Gott seinen Vater nicht gehasst.Alle Geschichten von den Bemühungen der Apostel, derJünger, der Glaubensprediger sind Beweise der Liebe unddes Eifers, den sie für die Sünder und die Irrenden hat-ten. Würde mau sich getrauen zu sagen, daß sie deßhalbenals Feinde Gottes gehandelt haben ? O Rousseau! wie mö-gen Sie sagen, daß die Sünder lieben so viel sey, als Gotthassen?
Man muß sie entweder auf den rechten weg bringen,oder peinigen. Im Gegensahe sprach Jesus Christus zuseinen Aposteln, daß er sie, wie Lämmer, unter die Wölfesende. Die Wölfe werden von den Lämmern nicht gepeini,get; sondern vielmehr die Lämmer werden von den Wölfengepeinigel und zerrissen, wie man es allezeit gesehen hat, undnoch heut zu Tage sieht.
Der Geist des Christenthums ist ein Geist des Eifers,welcher sich angelegen seyn läßt, jene, die sich verirret haben,auf den rechten Weg zurückzuleiten. Dieser Eifer misfälltden Philosophen ungemein. Es erfoderte Demuth, um den
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