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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
363
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Duldung. zsz

^ lich r» beweisen, daß man durch die Duldung, womit man»ns ohn Unterlaß in den Ohren liegt, nichts anders suchet,Ur, gl- sich vor aller Strafe sicher zu stellen , wenn man die ab,

scheulichsten und gottlosesten Dinge auöstreuet.

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^ Fünfter Artikel.

Antwort aufalles, was die Philosophen für die Dul,k düng sprechen.

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^ Ich höre beständig sagen, man müsse die bürgerli-che Duldung, und nicht die theologische zulassen. Ichdenke gerade das Widerspiel.

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Herr Rousseau! Es steht Ihnen ftey zu denken, wie esIhnen gefällt; aber auch uns steht es ftey zu untersuchen,ob Sie richtig denken.

Es bäucht uns, daß ein Christ nothwendiger Weise dietheologisch« Unduldsamkeit haben, und auch nothwendigerWeise die bürgerliche Duldung annehmen müsse. Seinetheologische Unduldsamkeit kömmt von der Gewißheit undden Beweisen her, die er von der Reinigkeit, Heiligkeit,und Göttlichkeit seiner Religion besitzt. Seine bürgerlicheDuldung entspringt aus der Sanftmutß der evangelischenSittmlehre, welche nicht gestattet, andere Mittel zu brau-che , um die Religion zu vertheidigen, als die Beredung,die Ausübung der Tugend, die guten Bcyspiels, und dieVernunft.

' ^rief. an den Herrn Erzbisch. ysnIParls. 67. Seit.

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