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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
322
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Z22 Dreyeinigkeit.

sie unmöglich so deutliche Begriffe haben können, daß sie mitaller Gewißheit Ja oder Nein sagen börsten. ^

Man sieht aus allem, was wir ißt gesagt haben, daßdie Christen und die Philosophen in diesem Stücke beyde ihre ^"eigene Art zu vernünfteln haben. Die Christen sagen: Esist bewiesen, daß dieses Geheimniß geoffenbaret sey; folglich ^ ««i!soll man es glauben, obschon man es nicht begreifen kann.Die Philosophen , ohne daß sie sich Mühe machen zu sehen, , Aob es eine Offenbarung gebe, sagen: Man begreift diesesGeheimniß nicht; folglich darf man es nicht glauben.

Wer aus beyden machet den bessern Vernunftschluß, die tzChristen oder die Philosophen? Diese Frage verdienet« wohl, ^ Wuntersuchet und beantwortet zu werden.

Einwendungen der Philosophen wider das Geheimniß

der Dreyeinigkeit. ^

I. ^

Die große Sturmrüstung der Philosophen gegen das Ge» los!

heimniß der Dreyeinigkeit ist jener berüchtigte Grundsatz, tzjwelcher den Grundstein aller richtiger Vernunftschlüsse und ,aller Beweisungen ausmachet, und nothwendig zur Ueberzeu» ^gung leitet: sunt enclem uni tertio, sunt eaciem ^

Inter le; das ist: Dinge, die mit einem dritten Dingeeinerley sind, sind auch unter einander einerley; oder, ^sie machen mit einander ein nämliches Ding aus. ^

Dieser Grundsatz, sagen sie, stürzet alles, was ^

,, man von der Dreyeinigkeit behauptet, lediglich zu Boden. ^

Man saget, die Person des Vaters sey von der Person ^

des Sohnes unterschieden, die Person des heiligen Gei» ^

stes fty von der Person des Sohnes, und von der Per, ^

,, son des Vaters unterschieden. Aber durch diesen Grimd» tz

sah