Druckschrift 
1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
320
Einzelbild herunterladen
 

Z2.o Dreyeittigkeit.

und Vaterschaft sind, klare Begriffe habe ? Und wenn er ^von dieser göttlichen Wesenheit, von der Art des Daseyns,von der Vaterschaft, Rindschaft, und Aussetzung Gotteskeine klaren Begriffe haben kann, wie wird er einen deutlichen § >«^

Gegensatz zwischen diesen Dingen merken? Wenn er endlichkeinen deutlichen Gegensatz merket, wie wird er behaupten A «okönne», daß ein Widerspruch darunter sey? Nach der Wci- Mse, wie die Christen dieses Geheimniß vortragen, bezieht sich , Uder Ausdruck: Einheit, nur auf die göttliche Wesenheit; A«der Ausdruck: Dreifaltigkeit und Personen, bezieht sich auf ^ K

die Art des Daseyns. Wenn es nun unmöglich ist, von «der Wesenheit Gottes, und von der Art des Daseyns Gotrtes einen deutlichen Begriff zu haben, wie wird man zwi, Mschen den Ausdrücken : Einheit und Dreyfalbigkeit, durch ^ ^welche wir seine Wesenheit, und seine Art des Daseyns be» Ms,deuten, einen klaren Gegensatz merken können? Wie wird Hman beweisen können, daß in dem, was wir von dem Gei ^Heimnisse der Dreyeinigkeit zu glauben bekennen, ein Wider,spruch vorhanden sey? U

Und man sage nicht, wenn wir keine klaren Begriffe ^

von den Dingen haben, welche durch die Ausdrücke bedeutet ^

werden, die wir brauchen, da wir von der Dreyeinigkeit re, ^

den, daß wir alsdann nichts als Worte sagen ; daß an diese ^

Worte, die wir aussprechen, keine bestimmten Begriffe ge« ^

heftet seyn ; daß wir etwas glauben, aber ohne zu wissen, ^

was wir glauben; und daß wir folglich nur Worte glauben;dieß ist, daß wir lediglich nichts glauben. ^

Man wird nicht sehr verlegen seyn, um eine solche Ein« ^

Wendung zu beantworten. Man wird sagen: Wir haben ^

einen Begriff von den Dingen, welche in der Natur durch ^

die nämlichen Ausdrücke bedeutet werden, wie jene sind, die ^