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Ewige Dauer der Strafen. zos
2. Daß er seinem Volke die vernünftigste, die billigste, diereineste Sittenlehre ercheilte, und die Polizey und alle geselleschastliche Pflichten ordnete, z. Daß er dieses Volk durchmannigfaltige Gebräuche, Beobachtungen, und sonderbareGesetze von allen übrigen unterschieden hielt, wegen der gro,ßen Absicht de» Geburt des Messias, welcher aus dieftmVolke entspringen sollte, und wegen der Mittel, ihn zu er,kennen.
Was Sie ferner sagen, daß Moses den zurückhaltendenLehrsatz von der Hölle zum Grundsteine seiner Religion hättelegen sollen, sagen Sie ohne Grund und ohne Vernunft.Denn, i. aus allen Gesetzgebern und Völkern, die Sieso hoch schaßen und ehren, hat Niemand diesen Lehrsatz zumGrundsteine seiner Religion geleger. Folglich ist Moses nichtwidersprechender, nicht unwissender, nicht verdächtiger, alsandere. 2. Er war nicht verbunden, Sachen unter seineGesetze zu bringen, die keineswegs der Gegenstand davon ge-wesen sind, und von denen das Volk außerdem sehr wohlunterrichtet war. Also Hüter von der Unsterblichkeit derSeele, von der zukünftigen Auferstehung, von der Unermeß,lichkeit Gottes, u. s. w. nicht ausdrücklich gesprochen, weilalle diese Lehrsätze einem jeden bekannt, und von allen ange,nommen waren, wie man es aus den Büchern der Juden be-weist. Sie geben also dem Moses, um seiner Gesetze wil«len, Unwissenheit, Widerspruch, und Unredlichkeit sehr mitUnrechte Schuld.
Der Irrgläubige.
So viel ist gewiß, daß der Lehrsatz von der Hölle vonden Griechen zu den Römern übergegangen, und dann vonden Christen angenommen worden ist. Sehen Sie da dieQuelle Ihres Glaubens?
I. Band.
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