2?s Cbristenthmir.
Staates hergestellt; der Ehrfurcht, die es gegen die Köm,ge eingeflößet; der Menschlichkeit und Billigkeit, die es imUmgänge der Menschen mit Menschen gelehret har.
Und Schriftsteller sagen uns heur zu Tage: das Cbri-stenthum sey nichts anders, als * ein Geweb von Ungereimt-heiten, und ein unförmiger Auszug beynahe von allem al-ten Aberglauben; ein guter Christ könne nicht mchr.a'.s einunnützlicher Menschenfreund oder ein aufrührischerSchwärmer seyn: das Christenlhum sey ** die abgeschmack-teste aus allen Religionen, die größeste Feindinn des ge-selligen Lebens, die verdammlichste und an Lastern frucht-barste Religion: nebst andern dergleichen Sprüchen, dieman ohn Unterlaß in tausend Scharteken ansstreuet, welchenichts neues außer der Aufschrift enthalten! Eine solche Ehrethun diese Gelehrten der christlichen Gemeine und ihrem Va-terlande an.
Es ist wahr: sie wagen es nicht, öffentlich für die Ver,fasser dergleichen Werke sich zu bekennen. Sie wissen, daßman mir ihnen, wie mit den Vergiftern verfahren würde,welche von den Gesehen zu den entsetzlichsten Strafen ver-dammet werden. Der abscheuliche Gegensatz jener Ausgelas-senheit in ihren Schriften, und jener schüchternen Behutsam-keit in ihrem Betragen soll uns lehren, von ihren schwarzenSeelen zu urkheilen.
Es ist Zeit, diesen langen Artikel zu Ende zu bringen, wel«chen wir unmöglich kürzer einschränken konnten» Der Vor-trag, dm wir eben gemacht haben, oder da wir etwas bs,wiesen, oder da wir es bestritten haben, zeiget den Lesern dieauffallendsten Gegensätze: l. der glänzendsten Heiligkeit, und
der
' Entlarvt. Lhristeiith. * * philos. Aru-gsm.