Bibel. n?
-ras berichtet uns, daß in der Gefangenschaft, aus welcherdas Volk Israels unter seiner Führung zurückkam, alleBücher des Gesetzes verbrannt wurden, und daß er, mitfünf andern Personen, sie alle geschrieben habe. Ersetzetzwar bey, daß sie der Geist Gottes ihm eingegeben, unddaß er sie genau wieder hergestellet habe, wie sie vormalswaren. Es ist unbegreiflich, wie ein so schwaches Zeug-„iß der Grund jener Ehrerbiethung seyn solle, die man von«ns gegen dieses wunderbare Werk fodert. Das Buch,welches wir hier eben angezogen haben, ist dennoch wirk,lieh da: es ist in jedermanns Händen; es ist unter der Zahlder heiligen Bücher, und hat bis zum Birchenrathe vonTrient für kanonisch gegolten. Dort hat man die wider/wärtige Folge davon erkannt, und die zwey letzten Bü»«her Esdras wurden in den Ranon nicht eingetragen, wel-cher von dem Rirchenrathe herausgegeben wurde: abersie befinden sich in allen Bibeln vor dem fünfzehntenJahrhunderte, sie möchten geschrieben oder gedrucket seyn;und man kann sich leicht die Ursachen denken, wegen wekcher man sie unterdrücket hat. Da haben wir dann dieeinzigen Gründe, und das einzige ZeugniZ, worauf darAnsehen der Bücher des alten Bundes gegründet ist.
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Ob
Der Heilige Hieronymus nennet die zwey letzten BücherEsdras Tränmereyen * : apocrypkorum tertii A quartisomnii, und setzet noch bey, daß diese Bücher unter denHebräischen nicht gestunden werden. Der GeschichteschreiberJoseph saget kein Wort von allen diesen Tränmereyen; unddennoch steifet sich unser Kritiker auf das Zeugniß eben dieserzweyer Bücher, um das Ansehen der Heiligen Schrift Herumterzusi-tzm. Allein,
* vorr. i» Esdr.