§8 Bibel.
,, Der Gott des Himmels har dir dis Macht, und das -
„ Reich, und die Ehre mirgecheilet: du bist der König der ^
„ Könige; alles ist deinem Willen und deinen Gesehen um !
„ rerworfen: du, o König! wirst dann durch das Gold ,
„ vorgestellet, woraus das Haupt gebildet ist. Nach dir ,
„ wird ein anders Reich entstehen, welches durch das Sil- §
„ ber bedeutet ist, aber deiner Macht nicht gleich kommen §
„ wird, gleichwie das Silber im Werrhe dem Golde nicht !
„ gleich kömmt. Aufdieses neue Reich wird ein drittes folr„ gen, welches durch das Aer; bezeichnet ist, und welches„ sich durch die ganze Welt ausbreiten wird. Endlich wird„ ein viertes Reich kommen, welches das Eisen verstellet;
„ und gleichwie dem Eisen nichts widersteht, wie es alles„ zerschmettert. Und alles bezwingt; also wird dieses lehte,, Reich über alle übrige die Herrschaft erhalten, und alle„ übrige verschlingen. Die Füße, die halb von Eisen und„ halb von Thonesind, bezeichnen die Uneinigkeit, welchem„ diesem Reiche herrschen wird; die Uneinigkeit, welche„ zwo Parteyen erwecken wird, von denen eine sich erhalten,
„ und die andere zerstreuet werden soll. Diese zwo Parreym„ werden sich zwar durch Verwandtschaft verbinden, aber ih-„ re Verbindung wird nicht dauerhafter scyn, als die Ver-„ einigung des ThoneS mit dem Eisen. Und alsdann wird„ der Gott des Himmels ein neues Reich entstehen lassen,
„ welches sich über dir ganze Welt verbreiten, und ewig„ währen wird,,.
Man müßte wohl in der alten Geschichte wenig bewan-dert seyu, wenn man nicht alsobalv den Verstand dieserherrlichen Weissagung begriffe. Man darf sich nur in dieZeiten des großen Nabuchodonosors zurückdenken, welcherder erste Gegenstand dieser Weissagung ist. Sein Reich
wird