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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
81
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Bibel. 8r

haben die Geschichte von Dingen geschrieben, die sich zu ihren Zeiten eräuget hatten. Also haben wir nicht, wie andere Völkerschaften, eine Menge Bücher, deren eines dem andern widerspricht. Unsre Bücher sind auf die Zahl von zwey und zwanzig eingeschränket, aus welchen die fünf ersten vom Msses, die übrigen von verschiedenen Prophe, ten sind. Seit so vielen Jahrhunderten, als unser Ge- schlecht besteht, har es Niemanden gegeben, der es gewa- get hätte, das Mindeste beyzuseßen, zu verändern, oder hinwegzubringen. Denn es ist ein Grundsatz, welcher,, allen Juden von ihrer Geburt an in die Seele geschrieben ist, daß sie diese Bücher für göttlich erkennen, daß sie beständig daran gebunden bleiben, und sogar mit Freu, den ihr Leben aufopfern, um ihren Glauben zu vertheidi, gen. Man hat auch öfters sehr viele Juden gesehen, welche lieber die entsetzlichsten Strafen übertragen, und verschiedene Todesarten ausftchen, als ein einziges Wort wider ihr Gesetz aussprechen , oder einige Satzungen ih, rer Religion übertreten wollten. Könnten uns die Grie, chen dergleichen Beyspiele auftversen ? Ich denke nicht,daß man Lust haben werde, andere Beweise der Ehrfurcht,welche die Juden für die Bibel hatten, und der Sorgfalt,mit welcher sie dieselbe in ihrer unverfälschten Lauterkeit be,wahrten, von uns zu verlangen.

IV.

Die Bücher Moses sind allezeit mit der gewissenhafteste»Ehrerbiethung von den Juden und den Samaritaneuaufbehalken worden, obschon diese zwey Völker in be-ständiger Feindschaft mit einander lebten.

Die Samaritanen waren Völker, welche von Medien,und der Landschaft Chur oder Chus, nahe bey Indien her«I. Ban- § stam-