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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
61
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Beschneidung. 6r

pier sich zu allen Züten haben beschneiden lassen: und ebenderselbe Herodotus saget auch, er wisse nicht, welches ausLiesen zweyen Völkern den Gebrauch der Beschneidung vondem andern angenommen habe, und er glaubet, daß ihn dieAethiopier von den Aegyptiern empfangen haben. Folg-lich hält er es für eine Falschheit, daß eines aus diesen Ley-den Völkern zu allen Zeiten sich habe beschneiden lassen. Ey lman sehe, wie schön der, Schriftsteller mit sich sechsten über,einstimmet.

2 . Er saget, die Völker aus Palästinen gestehen es, daßsie die Beschneidung von den Aegyptiern angenommen haben.Die Völker aus Palästinen, zur Zeit des Herodotus, wa-ren die Juden, die philistäer, die phönicier. Nun dieJuden haben niemals gestanden, daß sie die Beschneidungvon den Aegyptiern empfangen haben; die philistäer sind inder heiligen Schrift allezeit durch den Namen der Unbcfchnit-tenen bezeichnet; die phönicier haben sie wahrscheinlicherWeise niemals angenommen. Es ist dann falsch, daß dieVölker aus Palästinen gestehen, was man sie gestehen heißt.

Z. Er saget, daß die Syrier am Thermodon bekennen,sie haben erst seil kurzer Zeit sich zu diesem ägyptischen Ge-brauche bequemer, und daß sie dadurch für Aegyptier vonAbrunst erkannt werden. Allein eben den Gegensatz mußteman daraus folgern. Denn wenn sie erst feit kurzer Zeit sichzu diesem ägyptischen Gebrauche bequemer hatten, so ist esein Beweis, daß sie sich ehevor nicht dazu bequemeren; folg-lich waren sie keine Aegyprier von Abkunft. Hier eben magder Fall seyn, zu sagen, daß Herodotus Thorheiten er-zählet.

Wenn es doch wahr ist, daß es jemals einiges Volk inSyrien gab, welches sich beschneiden ließ, so konnten es nur

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