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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
59
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Beschneidttttg. 59

2. Zur Zeit des Herodotus zählten die Juden unterihnen Lsdras, Nehemias, die Propheten Aggäus, MalMchias, und Zacharias, nebst vielen andern großen Männern,welche in dem Stande waren, ihm über die Beschneidungvieles Licht zu geben. Es ist dann falsch, daß er so genauund so besorgt gewesen sey, Kundschaften einzuholen, alsman es behauptet. Denn die Juden, welche durch dieseWorte: die Leute aus Palästinen, hier bezeichnet sind,haben niemals eingestanden, daß sie den Gebrauch der Be- 'schneidung von den Aegyptiern angenommen hätten.

z. Wenn Herodotus bey allen diesen verschiedenen Völ-kern Kundschaft eingeholet hätte, wie inan es sehr ungegrün,der annimmt, was hätte er wohl bey ihnen gründliches erfah-ren können , von Geschichten, Gebräuchen, und Gewohnhei-ten , welche schon eher, als diese Völker sechsten eine Ge-meine auömachren, angenommen, und in der Welt cingefüh,ret waren ? Wo sind dort ihre Archive, ihre öffentlichen Denk-mäler gewesen ? Worinnen besteht dann der Werth des Zeug,nisseö vorn Herodotus?

4. Unser Gegner machet das Geständniß, daß dieserSchriftsteller Thorheiren erzählet, wenn er erzählst, was ihmdie Barbari» gesagt haben , unter denen er gereift! ist. Nunaber Aegyptier, Rolchier, Aethiopier, Nananäer, dasist, Barbarn haben dem Herodotus erzählet, was er vonder Beschneidung saget; folglich ist es nur eine Thorheit,was er saget,

5, Endlich trägt ebendiese Stelle die unverwerflichste«Beweise der Falschheit an sich, wie wir es darlegen wollen,nachdem wir sie werden sngesühret haben.

II.