m«
M
!>, l>
jrK
Ailli
„rtz
n. ^
j»»
«»
Atheist. s»
»er von seinen Verhören. Aber die Beweise der unseligenBemühungen, die er sich genommen hatte, um die Jugendzu verderben und zu verführen, waren so überzeugend, daßer, unerachtet aller seiner schönen Glaubensbekenntnisse,nichtsLcstoweniger zum Feuer verurtheilet wurde; denn der Gericht»hofhielt dafür, daß es nothwendig seyn werde, sowohl diesegräulichen Verbrechen zu strafen, als durch die Strafe di«Zerstörer der Religion zu erschrecken.
Als der Bösewicht wahrnahm, daß er verdammet sey,daß er nichts mehr zu hoffen habe, und daß der Scheiterhau-fe verletzte Schauplatz seyn werde, wo er sich zeigen könnte;that er sich keinen Zwang mehr an, und stieß allen Gräuelseiner Gottlosigkeit aufs Neue wieder aus. „ Ich habe es„ gesehen „, sagte der Präsident von Grammond, „ als man„ ihn zum Richtplatze führte, daß er noch auf Christum„ schimpfete, und sprach: Er hat aus Furcht und Schwach,„ heit geschwitzet, als er zum Tode gieng; aber ich sterbe„ unerschrocken. Der Bösewicht hatte wenig Ursache, also„ zu sprechen; denn man sah es, daß er ganz niedergcschla,„ gen, und verworren im Gemülhe war, und durch alle sei,„ ne Worte seine Verzweiflung verrieth, obschon er von Zeit„ zu Zeit auörief: Ich sterbe als ein Philosoph; und in der„ That starb er, wie ein Vieh „ .
Dieses war das Ende des Vanint, jenes Mannes, dmuns Bayle für einen großmüthigen Märtyrer des Atheismus,und der Verfasser des Handlexikons für einen wahren Recht,gläubigen angiebt, dem er die größesten Lobsprüche beyleget,und den er nachmals einen Menschen ohne Verdienste heißt,
VI.
Der Atheismus erwecket keine blutdürstige Leiden,fchaft, aber der Fanatismus erwecket sie. Der Atheismus
D » wider,