Atheist. 41
„ herausgefallen wären, so würde die Wahrscheinlichkeit un,„ endlich, das ist: eine gänzliche Gewißheit seyn, daß das„ Ohngefähr die Aeneis herausgebracht hätte. Will man mir„ einwenden, daß dieses nur eine willkührlich angenommene„ Bedingniß sty, die keine Gründlichkeit hat, so gestehe ich„ es; allein woran fehler es, daß sie nicht wirklich bestehen mö-„ ge?Ttwan an der Unfähigkeit des OhngefährS?Nein;das ist„ bewiesen: und eben dieses ist der Punkt, aufden es ankömim.
„ Ihr zweifelt mit Grunde, daß das Ohngcfähr richtig„ genug treffen würde, um einen einzigen Vers zu machen,„ wenn von einem einzigen Falle die Rede ist: allein wenn„ man von unendlich vielen Fällen spricht, habet ihr groß,, Unrecht zu zweifeln. Nun aber redet man von unendlichen„ Fällen, ja sogar von einer unendlichen Zahl unendlicher„ Fälle, welche von aller Ewigkeit her in der Unermessenheit„ wiederholet werben : folglich ist es unmöglich, daß die„ Aeneis früh oder spat nicht herauskommen werde/,.
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Da sehen wir einen Menschen, der sich den Kopf recht zer-brochen hat, um ans die erbärmlichste Weise Unsinn zu plau-dern, und mit dem größesten Eigendünkel äußerst abgeschmack-tes Zeug anszukramen. Ec saget uns von Beweisen vor, undredet nur eine unverständliche Sprache, die er selbsten nichtbegreift. Was versteht er wohl in der That durch diese Aus-drücke : unendliche Zahl unendlicher Fälle, Ewigkeit, Un-ermessenheit ?
Will er durch diese Worte: unendliche Fälle, und sogar«ine unendlicheZahl unendlicher Fälle,eine unendlicheZahl imgenauen Verstände ausdrücken ? Aber eine unendliche Zahl istwidersprechend; denn keine Zahl ist sogroß, daß sie nicht um ei,ne oder mehr einfache Zahlen vermehret oder vermindert wer-
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