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1 (1777) A - L
Entstehung
Seite
35
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Atheist. Zs

Atheniensern alsobald zur Gefangmnehmung verurcherltt.Als er aber erfuhr, daß der Handel für ihn nicht gut aus-fallen möchte, setzte er sich durch die Flucht in Sicherheit.Unterdessen wurde ihm dennoch von den Richtern das Ur,theil gesprochen. Man setzte hernach einen Preis aus seinenKopf: man verhieß jenem ein Talent, der ißn ködte» würde,und zwey Talente demjenigen, der ihn lebendig auffangen,und nack Athen zurückbringen könnte. Mein er gieng durcheinen Schiffbruch zu Grunde, da er sich retten wollte, undwurde dadurch der Ehre beraubet, öffentlich hingerichttt zuwerden.

Theodor von Lyrenen * bekannte sich auch öffentlich zumAtheismus: er sah davon alle Folgen ein, und er machtesich kein Bedenken daraus, dieselben zu gestehen. Das La?ster und die Tugend waren, nach seiner Meynung, nichts alsVorurrheile; man inußts sich in keinem Stücke Zwang thun;u. s. w. Er wurde aus der Stadt Athen verwr sen, und kurzdarauf fand man Gelegenheit, wie es etliche Schriftsteller be,hauplen, ihn ganz aus der Welt zu schaffen.

protagoras von Abderen erklärte sich auch für eben dieseMeynnngen. Als dieser verständige und weise Philosoph beydem Anfänge eines seiner Bücher gesetzet hatte, daß er dieFrage von dem Daseyn der Götter unentschieden lasse, wurdeer also; leich ersuchet, das Land zu räumen. Man verwiesihn aus den Staaken der Republik: man verurchcilte seineBücher zum Feuer; und das Urtheil wurde in einer öffmr«lichen Versammlung, und vor dem Angesichte des ganzenVolkes zu Athen vollzogen, wie Cicero erzählet. ** Manchevon m sirn neuen Philosophen sind eben so verwägeu gewe-sen,

* Suidas.

von der Nat. der Gött.

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