!4 Aberglauben.
,, bcn, wie der heilige Bonaventura, angewendet hätte;„ wenn er denn'uhig, keusch, bußefertig, ein Feind des„ Rerchthumes; wenn er voll Eifers für Gott und für den„ Nächsten gewesen ; wenn er im Ruhme der Heiligkeit„ gestorben, und nachmals heilig gesprochen worden wäre:„ würde es anständig, würde es erträglich seyn, Zusagen,,, daß der selige Arourt, nichts anders , als ein Bettelftlz„ gewesen sey, der kein ander Verdienst, als die Unwisr„ ftnheir, die Schwärmerey, und dm Schinnß gehabt„ hätte,,? Man lachte des Einfalles, und Einer setztebey: „ Wenn man jemals sagst: der selige Arouer! so„ wird man wohl auch sagen können: der selige Luzifer!„ der selige Belzebub!
V.
N7an beobachtet, daß die abergläubischen Zeiten jedes-mal durch die entsetzlichsten Laster ausgezeichnet waren.* » *
Die Zeiten der entsetzlichsten Laster bey den Römernsind jene unter den ersten Kaisern gewesen, und' eben dieseZeiten waren zum wenigsten abergläubisch. Eben also wares bey den Seleuciden in Syrien, und bey den Lagidcnin Aegypten. Wir sprechen von Frankreiche nicht. DiePhilosophen predigen dort ein Vieles gegen die Religion,und man klaget, daß die Philosophie alle Tugenden darausverbanne. Laßt uns vor dem Aberglauben uns in Achtnehmen; aber laßt uns noch mehr vor der Gottlo,sigkeit auf der Hur seyn.