unserer Zeiten. xi
und die Ursachen davon entwickeln; seine betrübtenWirkungen und sein ansteckendes Gift umständlichvor die Augen legen; vernünftige und wirksameMittel Vorschlägen, um seinen Fortgang zu hem-men: endlich werden wir zeigen, was für einengroßen Antheil die ganze Gesellschaft daran zunehmen hat.
Man spricht heut zu Tage von nichts, als vonPhilosophie und von Philosophen: man gcrärhüber diese Worte in Entzückung: man hat, wieman glaubet, das größeste Ansehen erhalten, undüber den Pöbel sich hinausgeschwungen, wenn mansich selbst für einen Philosophen ausgiebt, oder demphilosophischen Geiste die übertriebensten Lobsprücheverschwenderisch bcymißt. Wer soll es dann wa-gen , wider ihn zu Felde zu ziehen? oder was füreinen Schwarm von Vertheidigern und Einwen-dungen wird man nicht gegen eine solche Unterneh-mung sich erheben sehen müssen?
Wir wollen uns gleichwohl nicht schüchternmachen lassen: wir wollen im Anfänge die Be-griffe aufklären und bestimmen, und einen soge-nannten philosophischen Geist, welchen die gesundeVernunft verwirft, von einem wahren philosophi-schen Geiste, welchen alle Weise mit Ruhme an-nehmen mögen, unterscheiden; wir wollen Vorur«theile verdrängen, die eben so verächtlich , als derStolz und die Ruchlosigkeit sind, woraus sie ent-standen.