Eingangsrede
philosophischen Geiste
unserer Zeiten.
en philosophischen Geist, welcher heut zu Tage
so berühmet, soweit ausgebreitet, und soallgemein herrschend ist; jenen Geist, welcher, auchin der Religion sechsten, seiner Prüfung, und sei,'nen stolzen Machtsprüchen alles unterwerfen will;könnte man mit Grunde jenem Baume der Wissen-schaft des Guten und des Bösen vergleichen, dessenSchönheit die ersten Stammältern des menschlichenGeschlechtes einnahm, und dessen Früchte, sobaldsie davon gekostet hatten, sie selbst vergifteten, undder unselige Samen aller Verwirrungen und allerUebel wurden, worunter von derselben Zeit an dieWelt geseufzet hat.
Nichts ist fähiger zu betäuben, zu schmäucheln,und zu überraschen, als dieser philosophische Geist.Wirft man aber nachmals einen Blick auf die Fol-gen, die er nothwendig nach sich zieht; auf dieVeränderung, die er in der Denkensart und inden Sitten gestiftet hat; aus die Eingriffe, die erüber Grundsätze wagte, welche bis auf unsere Zerr
von dem