Vorrede
gen, ganz kurze historische Noten unten beygesetzet wor-den. Weil aber dieses die Hauptabsicht des Werkesnicht war, so hat man sie an manchen Orten weggelassen,Wo sre Geschichte nicht so unbekannt schien, oder wo dieErläuterung eine allzu weitläufige Nachricht gefoderthätte.
Die Namen jener berufenen Orakel der neuartigenPhilosophie sind, durch das Vornrtheil blödsinniger Men-schen und durch die übertriebenen Lobsprüche, die siesich selbst einander verschwenderisch beylegen, so groß,so berühmt geworden, daß man denken sollte, nur siehaben das ausichließende Recht, Witz, Gelehrtheit,Talente zu besitzen. Mancher, der von ihnen nichtsaußer dem Namen kennet, will sich den Schein vonGcfchmacke nnd Beurtheilung erwerben, da er sich füreinen entzückten Bewunderer der Philosophen ausgicbt,und das ungründliche Lob, welches er irgend in einemWochenbiatte ausgelesen hat, mit lächerlichem Eigen-dünkel nachspricht. Ein Anderer hält vieleicht die Wi-deUegungen ihrer Grundsätze, von denen er die Bosheitnicht emsicht, für Früchte der Eifersucht, oder des Nei-des ; und darret auf seiner vorgefaßten Meynung. Einigewünschen etwa zum Höchsten, daß die Philosophen ihreseltenen Talente nicht so schädlich angewendet hätten.Aber alle haben noch allzu vortheilhafte Begriffe vonihnen, und kennen ihre verderbten Herzen, ihre bösar-tigen Gesinnungen, ihren höllischen Eifer, für den Un-glauben Proselyten zu machen, bey weitem nicht. Dieß
hat