Druckschrift 
1 (1777) A - L
Entstehung
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Vorrede des Uebersetzers.

^eutschland hat großen Theils, wenn ich so sagendarf, seine Originalität verloren; es hat sichnicht mehr nach eigenen Vorzügen, sondern nur nachfremdelt Mustern bilden wollen. Das junge Frauen-volk, die Stutzer, und die Witzlinge haben längst ausFrankreichs Modekleider, schlechte Sitten, und fremdeFehler hergeholet; und sie sind Thoren geworden Dreßwäre noch wenig: itzt fangen sie an, das Gift aus denverderblichen Schriften jener neuartigen Philosophen zusaugen, die es ungestraft wagen, mit einem höhnischenTone alle die stärksten Gründe der Religion zu untergra-ben: und sie werden itzt Freydenker; sie werden gottlos.Das muß jedem vaterländischen Manne, der ehrlichdenket, ans Herz gehen; eS muß in ihm Mitleid undUnwillen erwecken.

Aus diesem verdekbten Geschmacks des größer» Tbek-les der Nation hat der Eigennutz ungewissenhafter Leuteseinen Vortheil gezogen, da man die artigen Gottlosig-keiten der meisten französischen Neuphilosophen in unsreMuttersprache übersetzet hat, damit auch diejenigen,denen die Unerfahrenheit in fremden Sprachen nichtgestattete, das Gift aus der Quelle zu schöpfen, dennochdurch Nebengänge damit angestecket werden möchten.

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