Ahndung .
3*9
In' Rücksicht', dieser Idee haben wir schongeiehen, dpss wir uns von Zweck und Ab-sicht der Weltregierung mit de.m Weltlauf inder Natur gar keine Begriffe machen können,allein auch, in Rücksicht der ewigen Ordnungder' Dinge verlieren wir uns hier ins Unbe-greifliche, wenn, wir die Idee der Weltregie-£Ung uns näher.versinnlichen wollen. Wirsind,liier an der Stelle der sogenanntenTheo-dicee, oder eines Versuches zur Vertheidigungder höchsten Weisheit gegen uns anscheinen-de -Zweckwidrigkeit in der Welteinrichtung,
Die Unzulänglichkeit unsrer Einsicht in Rück-sicht der Weltregierung zeigt sich auf zwey-erley Weise, einmal, .indem wir überhauptes mit der Heiligkeit Gottes nicht reimen kön-nen, wie nt>vas höses , welches .wir doch in 1?unsernx eignen Busen finden, in .der Welts.eyn könne, und dann, indem es mit derGerechtigkeit Gottes in Widerspruch zu seynscheint, dass in der Natur^.und.im Schick- cfi.Lsal der Menschen • so oft das Laster mächtig,die Tugend abör' verkannt und unterdrücktist. Die Antwort auf beyde Fragen ist unsreUnwissenheit in göttlichen Dingen, die überunsre Pflicht hinausgehen, aber doch fürjede von beyden auf verschiedene 'Weise..
Auf
l