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Ahndung.
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Den meisten religiösen Mystikern istihre heilige Gefühlsstimmung das wichtigste,was sie kennen, und was sie so heilig halten,dass sie mit niemand als ihren Vertrautestengern davon sprechen , sie meinen ihr Heilig-thum schon zu entweihen, wenn sie es nurmittheilen. Aber diese ganze Kostbarkeit ist•nichts als krankhafte Schwäche, eine Krank-heit der Seele, welche wir Sentimentalitätnennen; der Schwache täuscht sich selbst mitder Erhabenheit seiner Gefühle, wenn er zurThat nicht Muth oder Kraft genug besitzt.Das Gefühl ihrer Andacht ist jenen Schwär-mern das hö chste auf der Erde, aber ebendarum verscbliessen sie sicli leicht in sichselbst, sie vernachlässigen die Handlung,welche doch allein wahren Werth hat; hal-ten sich mit ihren Gefühlen wohl gar für die.'Lieblinge der Gottheit, für die Eingeweihtenin höhere Geheimnisse , und das Ganze istdoch nur eine leidige Täuschung ihrer Phan-tasie, indem sie sich mit dem wohltliuendenKitzel einiger sonderbaren Einbildungen he-lustigen , und sich darin für mehr und grös-seres halten, durch die Gnade Gottes, alsandere ehrliche Menschen sind.
In der That aber ist die trockenste, käl-teste sittliche oder rechtliche Handlung mehr
werth,