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Wissen, Glaube und Ahndung
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Ahndung.

gefällt rein um sein selbst willen, und an die-se Analogie eines Zwecks an sich schliesstsich dann nothwendig die Ahndung des Ewi-gen in der Natur an, welche uns eigentlicherst zu jener Beuvtheilung mit Gunst, ohnealles Interesse am Gegenstände stimmt.

Diese freyeBeurtheilung eignet sich da-durch zum Vehikel der Ahndung, dass ihr dieNatur niemals widersprechen kann, wenn sieihr auch eben nicht genug thut. Nach die-ser freyen Beurtheilungsweise kann die Naturzwar mehr oder weniger zweckmässig, aberin nichts zweckwidrig erscheinen, weil wirnicht von einem gegebenen Zwecke ausgehen,mit dem wir den Gegenstand vergleichen,sondern die freye Zusammenstiinmung seinerForm mit sich selbst ist uns überall ein Ge-schenk der Natur, wo wir sie treffen. Schön-heit und Erhabenheit eignen sich'dadurch! zurBefriedigung unsrer Ahndungen des Ewigenim Endlichen, und legen sich selbst diesehöhere Beziehung nothwendig unter, wo-durch wir uns für alles Schöne in der Naturauf religiöse Weise interessiren, indem sie,wo man sie auch antrift, immer nur ein Ge-schenk der Natur Ast'. Wir können sie vonkeiner Form mit Nothwendigkeit nach einem

Ge-