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Wissen, Glaube und Ahndung
Entstehung
Seite
214
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3 Ahndung.

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Die Kunstweisheit in der Natur, wärealso doch immer eine zwecklose Vorausset-«zung, und man verliert nichts dabey, wennman sie zu einer willkülirliphen grundlosenFiktion herabsetzt. i: ,

Es kann wohl nicht anders- se.yn, alsdass da, wo die unzähligen-Kräfte der Naturalle in grösster Verwickelung in einander wir-ken, zusammengesetztere Wirkungen hervor-kommen , als da, wo wir die einfachen Zu-sammensetzungen in unserer Technik selbstbestimmen. Diese ganze Kunstweisheit, wel-che wir in der Natur sehen, besteht also nurin der trivialen Bemerkung, .dass ein Willedem die ganze Natur zu Gebote stände, weitmehr ausrichten könne, als unser Wille, dernur so wenig in ;die Natur' umgreifen kann,oder in der naiven Belustigung, sich vorzustel-len, was die Allmacht nicht alles könne, undwas die höchste Weisheit nicht alles wisse.

Die Imst an solchen Betrachtungen derWeisheit und Güte des Schöpfers inderWelt-einrichtung, welche sich meist für gutgemein-te Frömmigkeit hält, ist grösstentheils nurFreude über unsre eigne. Weisheit und Scharf-sichtigkeit , wobey wir rrns noch gar schmei-cheln,