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Wissen, Glaube und Ahndung
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205
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Ahndung.

c 05

und 'doch nur vorübergehende Accidenz des-selben. Wir ergreifen die Erscheinung derDinge nur in ihrem unendlichen Wechsel,und nur durch diesen Wechsel erscheint unseine höhere Beziehung des Seyns der Dingeim Beben. Aber alle dieses Werden und Le-ben spielt mit seinen schönen Gestalten, undseinen himmlischen Farben nur an der'öber-fläche des ewig fest gegründeten unerschütter-lichen Seyns der Dinge, in dem wir wederZweck noch Beziehung, sondern nur einenunendlichen Abgrund des Todes, und der Er-starrung erblicken, die Allgewalt eines über-mächtigen kalten Schicksals.

Es bildet sich also die Natur auf keineWeise zu einem zweckmässigen Ganzen,wenn wir seine Zweckmässigkeit begreifen,und durch einen Endzweck einsehen wollen.Vielmehr ist es für jede endliche Vernunft,deren Erkenntniss nur Erscheinung ist, blos-se Vermessenheit, in die Plane der Wehre*gierung mit einsehen zu wollen. Denn dieganze Art, wie uns das' Daseyn der Dingeerscheint, wenn wir gleich noch so tief in dieGeheimnisse der Natur eindrängen, langtnichthin, um uns einen Begriff vom Endzweckder Welt zu entwerfen. -

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