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Wissen, Glaube und Ahndung
Entstehung
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198
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Ahndung.

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Das System der Endursachen bestündesehr wohl neben einem vollständigen, sichselbst genügsamen Mechanismus der Natur,wenn man nur den jedesmaligen Zustand derWelt, den dieser herbeiführt, nach Begriffenals Zweck bcurtheilen konnte. Man würde,liier mit dem Gesetze des Zweckes gar nichtin den Mechanismus eingreifen , sondern dasFr-incip des ganzen Zwecks dem ganzen Mecha-nismus der Natur überordnen, und den Mecha-nismus selbst nur als Instrument des das Gan-ze anordnenden Willens betrachten, so wie wiruns bey einzelnen Kunstprodukten eines Theilsder mechanischen Kräfte der Natur bedienen,um sie unsre Zwecke hervorbringen zu lassen.Aber eben diese jedesmaligen, in unvollend-bare Mannigfaltigkeit aus einander fallendenW irkungen jenes Mechanismus eignen sichJ,jju wenig, um sie nach Begriffen, als in einemReiche cler Zwecke verbunden zu erkennen.

Aus dem bisherigen erhellt, dass die Be-obachtung der Natur seihst uns nicht nöthigt,ein teleologisches Princip in ihr vorauszuset-zen. Wir tragen also jede Absichtlichkeiterst selbst in die Beobachtung hinein, indemwir willkiihrlich irgend eine Wirkung, dioin einer Reihe natürlicher Ursachen und Wir-

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