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Wissen, Glaube und Ahndung
Entstehung
Seite
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Ahndung.

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uns sowohl für den Begriff des Wissens , alsfür die Idee des Glaubens unzugänglich, esbleibt uns dafür nur ein unaussprechlichesGefühl übrig. Wir haben im Glauben dieIdee einer höher» Welt, aber wir wissendieser in der Natur weder Begriff noch Be-deutung zu geben, es bleibt uns nichts übrig,als ein Gefühl, wodurch wir sie in der Schön-heit und Erhabenheit der Natur ahnden. DerMensch weiss von sich selbst nicht, wo erlierkommt, und wo er hingeht, er wird voneiner übermächtigen Natur einen Gang fort-geführt, den er selbst nicht kennt; er findetsich als einen Fremdling unter allen den leb-losen und belebten ihn umdrängenden Gestal-ten der todten Natur, aber zwischen derNacht zweyer Ewigkeiten erscheint ihm indämmernden Lichte nur der Augenblick sei-nes endlichen Seyns, und ein blosses Gefühlbleibt ihm übrig, indem er die Vereinigungseines endlichen Seyns, mit seinem ewigenSeyn erkennt. Er glaubt an die Gottheit, alsdas Ideal des höchsten Gutes in dem ewigenSeyn der Dinge, aber nur eine dunkle Ahn-dung kann ihm diese Idee mit der Natur ver*binden. Eine positive Vorstellung des Ewi-gen, ist uns also nur. durch das Verhältnis!»desselben zum Endlichen möglich, dieses aber

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