Ahndung. 257
aber die Gottheit nicht der einzige Gegenstandreligiöser L berzeuguhgen, sondern diese fu-•ssen überhaupt auf dem allgemeinen Gegensatzdes Ewigen und Endlichen. Wenn in derReligionslehre dem endlichen S'eyn das Ewigeentaecenifesetzt wird, so ist unter der Ewig*keit nicht ein Seyn' durch alle Zeit zu verste-hen , sondern man. setzt die Ewigkeit derZeit selbst entgegen. Das ewige Seyn - istein Seyn, unabhängig von allen Schrankenin Rauin und Zeit. Alles Seyxr in der Zeitist nur ein endliches Seyn; welches wir jetztallein begreifen können , dem wir aber imGlauben 'entgegensetzen ein ewiges Seyn beyGott, öder ein Se.yri der Anschauung Gottes,wie sich manche gern äusdriieken. Esistdie-ser Gegensatz derselbe, welchen die Kami-Schen Philosophen mit dem Unterschied derErscheinung und des Seyns an sich bezeichnen.Das wahre öder ewige Seyn ist das Seyn anäich; das endliche Seyn in der Zeit aber nurErscheinung jenes ewigen Seyns bey Gott.
Religiosität besteht nicht bloss durch denGlauben an das Ewige, sondern durch A n -dacht; Andacht ist die ihr eigeiithümlicheGeimithsstinnnung, welche eben durch die.Ahrul ung rle» Jjiwigen im endlichen der Natur
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