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Ahndung ,
ein Leben im Glauben beschreiben.Es kommt ihnen einmal darauf an, Glaubenzu haben, dann aber auch in diesem Glaubenzu leben. Mit dieser Bestimmung werdendenn auch unsre neuesten philosophischenMystiker übereinstimmen, welchen Religionebenfalls ein Xieben im Glauben ist. Es ge*hört ihnen zur Religiosität ein schlichter rei-ner Mensch , d^r jrey seiner Andacht, oderseinem andächtigen Enthusiasmus noch niedurch Spekulation mit sich selbst in Streit ge-rathen ist, und also den natürlichen Glaubenan das Unendliche in sich in bewustloserReinheit erhalten bat. Ich wähle aber hierfür die Gefühlsstimmung in diesem Leben imGlauben, von der eigentlich die Religion aus-geht, lieber das Wort Ahndung. Denn, Glau-be ist mehr eine'Art des Erhennens , welchenoch näher mit dem Wissen verwandt ist,gls mit dem Gefühl. Hier aber kommt allesauf das Gefühl an, durch welches der Glaubelebendig wird, denn ohne dieses Gefühl kanner als ein todter Glaube in einem Menschenvorhanden seyn, ohne ihm Religiosität zugeben.
Religion heisst ihren Verehrern wohlauch ggrn das Leben in Gott. Es ist
aber