6a Wißen, Glauben
tim welches wir wissen, zum Ewigen gelan-gen wir nur durch den Glauben, diesen Glau-ben aber verbinden wir nothwcndig mit demWissen um das Endliche’, indem wir unserJJaseyn in beyden Welten erkennen, unsern-Willen , der in der innern Natur erscheint,doch zugleich als frey annehmen.
Es ist also wohl klar, dass wir durchdas Sclbstbewustseyn unsrer Freyheit vomWissen zum Glauben übergehen'. UnsreMeinung ist aber , dass wir keinesweges ausdiesem S.elbstbewustscyn, aus der blossenIdee der Freyheit des Willens , und der sitt-lichen Verpflichtung einen Beweis zu führenvermögen [sey es spekulativ oder moralisch]von der Realität des ewigen Gutes überhaupt,oder dem Daspyn Gottes, sondern wir ent-decken dadurch nur in uns das tiefste Innereunsers Eewustseyhs, welches sich unmittel-bar in dem Glauben.an das ewige höchsteGut selbst ausspricht.
Wir setzen - til&e ‘hier diesen Glauben audas höchste Gut unmittelbar dem Wissen ge-gen über, und sehen es dann als blosse .Fol-ge an, .dass wir, die wir tms in beyden Wel-ten Anden, unser Wissen nur .als Erscheinungdes Ewigen selbst betrachten können.
Die