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Zweites Bändchen, eine Erweiterung, Begründung und Apologie des ersten (1839)
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Lächerliche. Macht man das Laster, als etwasStrafbares, lächerlich, so vermindert man dip Wich-tigkeit des Verbrechens. Dasjenige, was Gott undMenschheit entehrt, kann unmöglich lachenswerthseyn!« — Auch sagt ein anderer Schriftsteller,Göthe, vollkommen richtig: »durch nichts bezeich-nen die Menschen mehr ihren Charakter, als durchdas, was sie lächerlich finden."

Doch wir kehren zur Hauptsache zurück; p. 11wird gesagt: »gehen wir auf die Frage über, obLucian nicht als Jugendschriftsteller gebraucht wer-den könne? so ist im Allgemeinen zuzugeben, daßdie Satyre nicht für dieses Alter ist. Nicht darumzwar, weil kein Ernst dahinter steckt, sondernweil diese Jugend den Ernst nicht sieht, oder be-achtet, sondern an dem Scherz hängen bleibt, weilsie für die kunstreiche Composition keinen Sinnhat") und an den Witz- und Schmähworten und Lä-cherlichkeiten Gefallen findet, weil die Verhältnisse,welche Gegenstand der Satyre sind, meist ausserdem Gesichtskreise dieses Alters liegen."

Diese Zugeständnisse meines Gegners sind mirgenug; sie sind auch ungefähr das Gleiche, wasich selbst gesagt habe. (E. p. 150) Daß dagegenEinzelnes aus Lucian, wie aus allen Schriftstellern

*) Man erinnere sich hier einer andern Stelle (H. p. 6),wo es heißt: täuschen muß sich derjenige, welcher cSdiesen Schulen vorwirft, daß der Knabe kcinen Sinnnoch habe für die Composition re.

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