Marquis Posa:
Die Ruhe eines Kirchhofs! —
Wo man die Geschichte nicht gelten läßt, istder Streit zu Ende. Jndeß sagt mein Gegner (p. 58.)selbst: „jeder Staat hatte, so viel an ihm war,das Bestreben, den andern zu verdränge», keinerwollte den andern neben sich bestehen lassen. Sowechseln im Alterthum die Weltreiche bis auf dieRömer.« Brauchen wir weiter Zeugniß über dasallgemeine Princip des Alterthums, als wir hieraus seinem eigenen Munde haben ?
Aus dem Bisherigen geht demnach deutlichhervor, daß die Geschichte des Alterthums vorzüg-lich Kriegsgeschichten, und ihre handelndenPersonen eben deßhalb (E. p. 94.) fast nichts alsFeld Herrn und Soldaten sind, und seynmüssen. Was daran Schlimmes ist, ist freilich nichtdie äussere Erscheinung, sondern das Innere.Joh. v. Müller sagte: „man findet so selten inder Historie bei dem Ruhme des wichtigsten Man-nes den Ruhm des besten.« — Das ist hier be-sonders wahr. Freilich ist auch das völlig wahr:die Menschen können jetzt in vielfachem Wechselanders geworden seyn, ohne darum auch bessergeworden zu seyn. Die intriguante Politik einesneueren Kabinets wiegt um kein Haar höher, alsdie offene Gewalt eines römischen Senats, (wie-wohl auch hier schon die Kabinetsintriguen nichtzu ferne liegen). Der gleiche Johannes v. Müller