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Zweites Bändchen, eine Erweiterung, Begründung und Apologie des ersten (1839)
Entstehung
Seite
73
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Nutzen. Der Knabe lernt überhaupt den-ken durch die geistige Gymnastik der alten Spra-chen, indem man ihn an tausend einzelnenBeispielen zum Denken anleitet. Diese Bei-spiele darf er alle wieder vergessen, das Den-ken bat er dennvch an ihnen gelernt.

Das Kind schon lernt seine Mutterspra-che, die ihm anfänglich so unbekannt ist, als demKnaben die fremden. Es hört täglich eine MengeWörter und Sätze; man declinirt nicht mit ihm,auch conjugirt man nicht, auch construirt man nicht.Die einzelnen Wörter und Sätze, die es im Ver-lauf einiger Zeit gehört hat, vergißt es gleichfallsalle wieder. Und dennoch beginnt es nach weni-gen Monaten selbsteigen die Deklinationen, undnamentlich die Verba regelmäßig zu handha-ben, bildet regelmäßige Infinitiven und Par-ticipia Passivi in allen vorkommenden Fällen rc.;und man kann nicht sagen: es sey dieß nur Ge-dächtnißsache; denn es macht gewöhnlich die regel-mäßige Formation auch bei den unregel m ä-ßigen Zeitwörtern eine Formation also, die esnie gehört hat.

Was lehren uns diese Analogsten über unfernGeist?") Sie lehren uns, daß alles Einzelnegar nicht recht lebendig zum Bewußtseyn kommen

*) Auf den angedeuteten psyochlogischen Erfahrungen be-ruht auch die Hamilton'sche Methode.